Antike und Abendland. Beiträge zum Verständnis der Griechen by Wolfgang Harms, Werner von Koppenfels, Helmut Krasser,

By Wolfgang Harms, Werner von Koppenfels, Helmut Krasser, Christoph Riedweg, Ernst A. Schmidt, Wolfgang Schuller, Rainer Stillers

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Read or Download Antike und Abendland. Beiträge zum Verständnis der Griechen und Römer und ihres Nachlebens. Jahrbuch 1999 - Band 45 PDF

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Seit Jahren versucht der Meeresbiologe Nate Quinn zu ergründen, warum Buckelwale singen. Da geschieht plötzlich etwas Seltsames: Eine riesige Schwanzflosse taucht aus dem Meer auf mit der deutlichen Aufschrift: Fang mich! Und derselbe Wal versucht mehrmals über das Telefon bei Nate ein Pastrami-Sandwich zu bestellen.

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Wer aber so urteilt, muß sich entgegnen lassen, daß der Schluß vom Wie auf das Daß keineswegs zwingend ist; oder anders: Wenn auf literarischer Erfindung beruht, wie die Sokratiker das Verhalten des Sokrates im Kriege beschreiben, so folgt daraus nicht, daß Sokrates überhaupt keinen Kriegsdienst getan hat: Pure Erfindung nämlich ist nicht recht eigentliche Sache der Literatur, namentlich nicht der griechischen Literatur, die stets und überall Reste konkreter Lebenswirklichkeit festhalt. 32 Will man den historischen Rest bestimmen, der den Erzählungen der Sokratiker über Sokrates' Kriegsdienst zugrunde liegt, so bleibt keine andere Auskunft, als das Wie preiszugeben, am Daß jedoch festzuhalten.

Auf der Landenge nordöstlich von Potidaia gegen Olynth hin kommt es in der zweiten Septemberhälfte zu einer Schlacht zwischen den Athenern und den mit den Korinthern verbündeten Potidaiaten: Die Athener siegen und verlieren 150 Mann, darunter den Strategen Kalhas, wahrend die Potidaiaten und die Korinther knapp 300 Tote zählen (Thuc. ). Nach dem Sieg beginnen die Athener sofort mit der Belagerung der Stadt, die indes nur von Norden her zerniert wird, weil die Kräfte für eine Einschließung auch von Süden her zu schwach sind (Thuc.

Daß diese Tat des Sokrates voraussetzt, daß auch Alkibiades sich tapfer gehalten hat, wurde bereits bemerkt. Hier nun fassen wir, wenn nicht alles tauscht, das fehlende Motiv: Alkibiades kämpfte tapfer in der Reiterei, bis er vom Pferde stürzte und Sokrates den Hilflosen aus dem Kampfe trug. Es ist dies nicht dieselbe, aber doch eine ähnliche Geschichte, wie sie Platon über Sokrates und Alkibiades vor Potidaia erzählt, wo Platon ja auch die Überlassung des Kampfpreises lokalisiert. Beide Motive - die Rettung des Alkibiades und die Überlassung des Kampfpreises -, die eng zusammengehören, hat Antisthenes m seiner Erzählung über die Schlacht beim Delion verwandt, und die Parallelität des Motivischen zwischen Antisthenes und Platon ist ein starkes Indiz dafür, daß die Geschichte von der Rettung Xenophons ursprunglich Alkibiades gegolten hat und bei Antisthenes zu finden war.

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