Alltag, Geld und Medien: Die kommunikative Konstruktion by Pia Krisch

By Pia Krisch

Die Idee zu dieser Arbeit entstand während meiner Tätigkeit in einem Bankhaus. Hier wurde mir bewusst, wie vielfältig die Projektionen auf Geld sind, die hinter bestimmten Handlungen stehen, wie komplex und wie einfach zugleich das Wissen über Geld sein kann, wie sehr Monetäres Gegenstand von Kommunikation ist. Beim Versuch, in einer wissenschaftlichen Arbeit zu klären, wie das Wissen eines Menschen über Geld entsteht, sah ich mich zunächst vor die Schwierigkeit gestellt, vertrauten, vielfach ver?ochtenen, oft banalen – kurz – alltäglichen Dingen auf den Grund gehen zu wollen. In einem längeren Prozess der Suche, des Findens und - neuter Suche habe ich schließlich innerhalb der interpretativen Theorietradition das nötige Handwerkszeug gefunden, um den Fluss und die Selbstverständlichkeit der alltäglichen Lebensbewältigung aufzubrechen und das Besondere darin zu - chicken. Ich möchte mich für die inspirierende Begleitung dieses Suchprozesses und die Freiheit, das Thema, welches auf den ersten Blick wenig Anleihen bei der tradit- nellen Kommunikationswissenschaft nimmt, auszugestalten, bei Prof. Dr. J- chim Höflich bedanken. Prof. Dr. Patrick Rössler, der überdies die Zweit- gutachtung übernahm, stand mir während der gesamten Zeit mit wertvollen H- weisen zur Seite. Sein Doktorandenkolloquium an der Universität Erfurt bot eine sehr förderliche Atmosphäre, in der eigene Ansätze in konstruktiven Diskussionen getestet werden konnten und auch mentale Unterstützung gegeben wurde. Darüber hinaus habe ich sehr aus den Gesprächen mit Kathleen Arendt, Swantje Lingenberg und Isabel Schlote (alle Universität Erfurt) pro?tieren können.

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Maschinendynamik (German Edition)

Das Thema Maschinendynamik ist aktueller denn je: Dynamische Belastungen und störende Schwingungen (auch Schadensfälle) nehmen mit höheren Drehzahlen und weiterer Leichtbauweise zu, der Arbeitsschutz verlangt mehr Schwingungs- und Lärmbekämpfung und andererseits lassen sich dynamische Phänomene bei manchen Maschinen praktisch ausnutzen.

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Wu/Stevenson/Chen et al. 2002; Hagen 2005), des 34 1 Einleitung Wahlverhaltens (vgl. Quiring 2004) oder des Konsumentenvertrauens (vgl. Wörsdorfer 2005). Eine US-amerikanische Studie kam zu gegenteiligen Befunden (vgl. 4 Haller und Norpoth konstatieren, dass Wirtschaft ein Thema ist, welches nicht nur über die mediale Vermittlung für den Rezipienten erfahrbar ist, sondern zum Beispiel auch darüber, wie prall die eigene Brieftasche gefüllt ist. Eine weitere Erklärung dafür bietet Koschel, die in einer theoretischen Analyse schlussfolgert, dass Wirtschaftsnachrichten nicht unter Kenntnisnahme von Einzelheiten, sondern vielmehr in einer Übereinstimmung mit gröberen argumentativen Schemata rezipiert werden (vgl.

B. zum Sparverhalten und dem Umgang mit Krediten (vgl. Lunt/Livingstone 1992). Aufgrund der zunehmenden Überschuldung in Deutschland gab es in den letzten Jahren zahlreiche Forschungen zu den Ursachen der Überschuldung (vgl. z. B. Hirseland 1999); einige davon setzten bei den Lebenssituationen der Schuldner an. In keiner Untersuchung zum individuellen Geldverhalten spielen Medien explizit eine Rolle, gleichwohl werden vereinzelt die Bedeutung gesellschaftlicher Wertvorstellungen, psychologischer Aspekte sowie sozialer Rollen auf den individuellen Umgang mit Geld untersucht (vgl.

Eine US-amerikanische Studie kam zu gegenteiligen Befunden (vgl. 4 Haller und Norpoth konstatieren, dass Wirtschaft ein Thema ist, welches nicht nur über die mediale Vermittlung für den Rezipienten erfahrbar ist, sondern zum Beispiel auch darüber, wie prall die eigene Brieftasche gefüllt ist. Eine weitere Erklärung dafür bietet Koschel, die in einer theoretischen Analyse schlussfolgert, dass Wirtschaftsnachrichten nicht unter Kenntnisnahme von Einzelheiten, sondern vielmehr in einer Übereinstimmung mit gröberen argumentativen Schemata rezipiert werden (vgl.

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